KZ-Außenlager Beendorf


1. Die Geschichte des Schachtes "Marie"
2. Zur Zeit des Nationalsozialismus
3. Die heutige Situation
4. Quellen der Informationen

  The Concentration Camp Memorial Museum in Beendorf




Die Geschichte des Schachtes "Marie"


Auf dem Gebiet der zu Sachsen-Anhalt gehörenden Gemeinde Beendorf befindet sich der Salzschacht "Marie". Der damalige Besitzer, der Burbach-Konzern, vermietete mehrere Schachtanlagen, darunter auch Schacht "Marie" an die Wehrmacht und die Luftwaffe. Die Luftwaffe lagerte unterirdisch auf dem Fabrikgelände des Schachtes "Marie" Flakmunition. Nach Kriegsende wurden die Maschinen des Schachtes demontiert und in die UdSSR gebracht.Von 1956-1984 wurden im Schacht Hähnchen gezüchtet, danach diente er als Industrieabfallager.


Lagerhalle Nr.9

Zur Zeit des Nationalsozialismus

Die Gründung des Außenlagers Beendorf wird auf Ende Februar/Anfang März 1944 datiert. (Ältere DDR-Literatur ging von 1937 aus, was nach heutigem Wissensstand nicht mehr haltbar ist.) Ab Februar 1944 wurden in den Schacht Berliner Rüstungsbetriebe verlagert. Dafür zuständig waren Sondereinheiten der SS. Beendorf war ein Außenlager des KZ's Neuengamme. Viele Häftlinge unter anderem aus Ungarn, Polen, Frankreich, Belgien, der Niederlande und der UdSSR kamen sogar von Buchenwald, Sachsenhausen, Auschwitz und Bergen-Belsen über Neuengamme nach Beendorf.Die männlichen KZ-Häftlinge wurden überwiegend beim Ausbau und Einrichtung unterirdischer Maschinenhallen eingesetzt, während die weiblichen Insassen in der Rüstungsproduktion eingestzt wurden. Noch 1945 kamen Transporte in Beendorf an. Ab 1944 wurde neben Munition der Luftwaffe auch V1- und V2-Elektronik für Luftwaffe und Marine produziert. Am Tag wurden 12 Stunden in 2 Schichten gearbeitet, 72 Stunden die Woche. Im offizielen Bericht vom 25.März 1945 arbeiteten insgesamt 2021 Frauen und 749 Männer im Lager. Unter anderem arbeiteten auch 1 Kommando sowjetischer Soldaten (etwa 200), italienische Kriegsgefangene und etwa 3000 Zwangsarbeiter aus ganz Europa in Beendorf.


Halle Nr.15

Lagerhalle Nr.1

Die heutige Situation

Eine Gedenkstätte!

1971 wurde aufgrund der Initiative des örtlichen Schuldirektors ein Ausstellungsraum in der Schule eingerichtet. Aufgrund der seit dem Fall der Mauer zunehmenden Besucherzahl bemüht sich die Gemeinde Beendorf um die Neugestaltung der Ausstellung.

Quellen der Informationen


KZ-Gendenkstätte Beendorf
Gemeinde Beendorf
Schulplatz 5
39343 Beendorf
Telefon 039050/2239
Information: Björn Kooger

Die Adresse der Ausstellung:

Bernhard-Becker-Grundschule,
Rundalsweg 7,
39343 Beendorf

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